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Renate C.

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06.04.2009: Vom tieferen Sinn des Bloggens

Bloggen hat nichts mit Blocken zu tun, auch nicht mit Abblocken. Es schreibt sich ganz anders. Mit einem Schreibblock z. B. könnte man auch nicht bloggen. Ohne Schreibblock kann man super bloggen. Aber das ist noch nicht alles.

Ein Blog wird auch Weblog genannt und ist ein auf einer Website geführtes Tagebuch. Im Gegensatz zu heimlichen Tagebüchern ist so ein Blog öffentlich. Jeder Mensch, der sich im Worldwideweb herumtreibt, kann ihn lesen. Wer was liest, kann nicht einmal derjenige herausfinden, der den oder das Weblog schreibt. Sein Website-Administrator kann aber feststellen, dass z. B. gestern ein Mensch aus China genau 2 Sekunden auf der Website war.

Es ist vorstellbar, dass sich eine Chinesin in der Kürze der Zeit die Bilder an geguckt hat. Oder sie hat den Text raus kopiert und an ihre Übersetzerin geschickt, weil sie das Bild so lustig fand. Oder sie spricht deutsch, aber musste fix zum Mittagessen und konnte nicht alles fertig lesen. Wenn der Text die Chinesin einfach nicht interessierte, hat ihn vielleicht der Finne durchgelesen. 2 Minuten und 32 Sekunden war er auf der Website. Er war als Austauschschüler in der 8. Klasse in Mönchengladbach. Da er sein Deutsch nicht verlernen will, liest er regelmäßig einen deutschen Blog. Der Blogger wird zu seinem Freund, auch wenn sie sich beide nicht sehen.

Der Autor des Textes wird das alles nie genau erfahren. Aber weil der Autor ein echter Blogger ist, schreibt er weiter. In einem Blog werden Gedanken des Bloggers wiedergegeben, die er sich in der Regel selbst gemacht hat. Oder er gibt seinen Senf zu der Meinung eines anderen ab. In der Regel möchte er der Welt etwas mitteilen. Sinn eines Blogs ist es, dass er immer weiter geht und erst aufhört, wenn der Autor die Schnauze voll oder einfach nichts mehr zu sagen hat.

Es gibt Blogger, die stört es nicht, wenn niemand ihren Blog liest z. B. über ihre sexuellen Erfahrungen mit Schweinen. Sie wollen ihren Saukram einfach nur aufschreiben. Weil kein Papier im Haus ist, gehen sie dafür ins Netz. Dort ist so viel zu lesen, dass es auch ruhig noch mehr werden kann. Das Netz läuft nicht über. Während sich zu Hause die Papierstapel sammeln und sie niemand zum Container bringt, wird das Netz-Netz einfach nicht voll. Egal, wie es sich füllt, es bleibt immer Platz. Ein Ende des Internets ist nicht abzusehen, solange uns die Stromkonzerne nicht den Saft abdrehen. Sie sind ja mittlerweile mächtiger als die Politiker und Bill Gates. Aber das wäre jetzt schon wieder ein Thema für einen neuen Blogbeitrag.

Die Themen für die Blogbeiträge sind immer aktuell. Deshalb weiß ich noch nicht, ob der nächste Blogbeitrag über Bill Gates, die sexuellen Erfahrungen mit Schweinen oder über die multikulturelle Heirat eines Finnen mit einer Chinesin ist. Was schon fest steht: Ich erkläre in diesem Blog vor allem menschliche Phänomen, die ich selbst nicht verstehe. Über deren tieferen Sinn ich aber so lang nachgedacht und recherchiert habe, dass ich Dir etwas Wissenswertes darüber aufschreiben kann. Lass Dich überraschen. Auf jeden Fall danke ich Dir fürs Lesen.